Das Selbsthilfeangebot für Personen mit Alkoholproblemen, Angehörige und nahestehende Personen.

Alkoholmissbrauch und –abhängigkeit
Bei problematischem und abhängigem Alkoholkonsum spielen biologische, psychologische und soziale Faktoren eine wesentliche Rolle. Betroffene Personen versuchen durch den Einsatz von Suchtsubstanzen Störungen und Beeinträchtigungen zu verringern oder auszugleichen.

Die Suchtsubstanz Alkohol kann jedoch, wenn sie über einen längeren Zeitraum missbräuchlich konsumiert wird, zu einer Abhängigkeitserkrankung führen, die neue körperliche, psychische und soziale Störungen und Beeinträchtigungen verursacht.

Nahestehende sind mitbetroffen
Die Alkoholproblematik wirkt sich auch auf das soziale Umfeld aus. Das Leben der Angehörigen wie Partnerinnen und Partner, Kinder, Eltern etc. wird oft durch die Abhängigkeit der Betroffenen stark beeinträchtigt.

Diese Mitbetroffenheit führt so weit, dass das Handeln und Empfinden der Angehörigen bis hin zum Lebensinhalt durch das Verhalten der Betroffenen massgeblich bestimmt wird. Die eigenen Interessen und Bedürfnisse werden immer stärker vernachlässigt.

Hilfe durch Selbsthilfegruppen
Grundsätzlich erfolgt die Hilfe durch eine selbstgewollte persönliche Veränderung: Helfe ich mir selber, helfe ich der Gruppe und die Gruppe hilft mir.

Betroffene Personen, Angehörige und nahestehende Personen können in gemeinsamen oder getrennten Gruppen Erfahrungen und Informationen austauschen. Die Erkenntnis, dass man dieselben Herausforderungen wie andere Personen zu bewältigen hat, ist bereits sehr hilfreich und wirkt unterstützend.

Jede Gruppe und jede einzelne Person innerhalb der Gruppe ist für sich allein verantwortlich. Die Gruppenleitenden sind keine Therapeuten, sondern ehemals betroffene Personen oder Angehörige, die die Gespräche anleiten. Die teilnehmenden Personen entscheiden selbst, wie aktiv sie sich einbringen und über welche Themen sie sprechen möchten.

Die Teilnehmenden durchbrechen ihre Isolation und erleben eine starke Solidarisierung innerhalb der Gruppe.

Jede teilnehmende Person verhält sich so ehrlich, wie es ihr möglich ist. Sie sollte sich und den anderen nichts vormachen und die übrigen Teilnehmenden so akzeptieren wie sie sind.